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Kreuzberger Stadtteilgeschichte auf Postkarten von Dieter Kramer


Gasometer Fichtestraße
Fichtestraße 4-12, Kreuzberg

Der Gasometer ist der älteste erhaltene Gasbehälter in Berlin und zugleich der letzte mit Mauerwerkverkleidung. Während der 170-jährigen Geschichte der Gasindustrie dienten die Gasbehälter als Speicher zwischen den Produktionsstätten und den Verbrauchern. Im Volksmund hat sich die Bezeichnung G. aus den Anfangsjahren der Gasherstellung erhalten; aber mit Einführung der Gasmesser war ihre Messfunktion vorbei. Von 1874 bis 1876 waren in der Fichtestraße vier Gasbehälter errichtet worden, von denen sich der G. erhalten hat. Er hat einen Durchmesser von 54,60 m und fasste 30 000m³ Gas. Die Ummauerung entstand nach Entwürfen von Eugen Reissner und entspricht dem Typenentwurf für die Berliner Städtischen Gaswerke. Der gelbe Klinkerbau ist durch umlaufende rote Gesimsbänder, je 32 Rundbogenfenster in zwei Geschossen und ein feines rot-gelbes Schmuckband aus Tonfliesen gegliedert. Überspannt wird der G. von einer so genannten Schwedlerkuppel, ein gewölbtes filigranes Eisengerüst aus 32 radialen Sparren mit kreuzweise diagonal laufenden Zugstangen, die von Johann Wilhelm Schwedler (1823­1894) entworfen wurde. In den Kriegjahren 1941/42 baute man in die Mauern des Gasbehälters eine Bunkeranlage in sechs Geschossen mit 750 Schutzräumen. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente der Bunker als Flüchtlingslager, Rückkehrerheim und Obdachlosenasyl. In den 1960er Jahren erfolgte ein Umbau zur Einlagerung der Senatsreserven, die sich hier bis zur Vereinigung Berlins befanden. Der Gasometer steht unter Denkmalschutz.
Quelle: http://www.berlinische-monatsschrift.de/lexikon/FrKr/g/Gasometer_Fichtestrasse.htm

Chronologie eines Gasometers der zum Bunker wurde
Quelle: www.j-kellner.de/Bilder/Geschichte.pdf



Hier ein geistreicher Überblick: ©GUTE GEISTER